Nordzipfel und zurück

Wir sind wirklich wie geplant nach We(s)tport gefahren, immer schön dem Regen nach. Sind wir ja schon gewöhnt. Die Stadt selber ist nicht wirklich was besonderes, aber der Campingplatz ist sehr nett und etwas ausserhalb am Strand. Da haben wir am nächsten morgen eigentlich einen Spaziergang machen wollen, sind aber nach ein paar Minuten wieder zurück ins trockene Auto.

nasser Strandspaziergang    windiger Strandspaziergang

Das Wetter vermiest uns den Spass hier noch lange nicht. Ganz in der Nähe gibts eine Robbenkolonie, die wir besuchen, ganz egal obs regnet oder schneit. Am Parkplatz ist uns erst mal ein Weka über den Weg gelaufen. Das sind die Buschhühner hier, stehen unter Naturschutz und dürfen nicht gegessen werden, auch wenns massenhaft davon gibt. Eigentlich schade, die Maoris haben lecker Rezepte.

Wekahuhn    zu den Fellrobben

Nach 20 Minuten Spaziergang durch den Regenwald an der Küste entlang sind wir angekommen. Ein kleiner Uferzipfel an dem sich die Robben tummeln. Das ganze ist nett angelegt, da man ca. 20m über den Robben ist und diese nicht stört. Die sind nämlich meistens ziemlich fertig wenn sie nach 3 Wochen im Meer zurückkommen. Dann ist bei denen erst mal Schlafen und Ausspannen angesagt, also pssst, bitte nicht stören.

Robbenkoloniefelsen    Fellrobbe

Die ganze Gegend um Westport ist nicht wirklich einladend wegen des Regens. Aber da war doch noch ein Kunsthandwerker Städchen nicht weit weg. Da fahren wir hin. Leider haben die nicht gewusst, dass wir kommen und das gesamte Dorf war schon dicht gemacht für den Winter. Schade. Dann fahren wir mal ausnahmsweise in Richtung Sonnenschein zur Golden Bay, ganz am Nordzipfel der Insel. Der Name war Program, die Bucht hat uns mit einem wunderschönen Sonnenuntergang empfangen.

Richtung Norden wirds besser    Hach, was sollen wir da sagen

So muss das sein. Es sind fast keine Touristen mehr unterwegs, alles ist schön ruhig und nichts ist übervölkert. Nicht einmal am Farewell Spit, dem wirklich nördlichsten Zipfel der Insel sind Menschenmassen. Nur das Wasser fehlt mal wieder, immer wenn wir wo sind ist Ebbe. Langsam haben wir den Eindruck, hier gibt es gar keine Flut.

tzum Farwell Split    Farwell Split

Damit ihr mal einen richtigen Rundumblick bekommt, sind wir auf den nächsten Aussichtshügel gestiegen und haben versucht, eine Panorama Aufnahme zu machen. Braucht noch ein wenig Übung aber für den Anfang schon gar nicht schlecht:

so siehts aus

Was jetzt noch fehlt zum absoluten Hochgefühl wäre einen Pinguin zu sehen. Aber man kann ja nicht alles haben und Neuseeland hat eh schon alles übertroffen was wir uns je erwartet haben. Halt, was ist das denn? Ist das nicht ein Pinguin? Keine Ahnung, also nennen wir den komischen Vogel auf dem Felsen einfach Pinguin.

sooooo toll ist Neuseeland    Pinguin

Am späten Nachmittag sind wir noch ein wenig schlampern in Pohara Beach gegangen, dem einzigen Fleck hier in der Bucht. Viel gibts nicht, aber immerhin einen alternativ angehauchten Laden, der Hippi Klamotten, Bongs und Shishas verkauft und natürlich auch auf Fachvorträge einlädt. Hmmmm, brauchen wir nicht wirklich.....

DAS Hotel im Dorf    diverse Fachvorträge

Unser nächstes Ziel ist Picton in der Marlborough Gegend. Die Gegend ist keineswegs für Zigaretten bekannt, eher für die Fjorde und den Wein. Auf dem Weg dorthin machen wir in Motueka halt. Da gibts jeden Sonntag einen Kunst und sonstigen Markt. Raus aus den Federn und los gehts. Rechtzeitig gegen 10 Uhr morgens kommen wir an. Es ist richtig nett, ein putziger Markt, lecker Fressbuden und musikalische Unterhaltung.

yeah   Markbudenwohnmobil

Nach ein wenig schlampern und echten französischen Crepes zum Mittagessen fahren wir wieder weiter. Immerhin gibts noch zwei Dinge zu besichtigen. Nächster Stop ist das Weingut Neudorf. Klingt deutsch, wurde auch von deutschen gegründet und hat schon einige Preise gewonnen. Die Weinberge in Neuseeland sind eher Weinhügel oder Weinfelder, da die Berge einfach zu felsig sind. Scheint aber auch Vorteile zu haben da man einfacher an die Weinstöcke rankommt. Und schmecken tut der Wein hier wirklich super.....

Weinfeld    Weingut Neudorf, Neuseeland

In Nelson dann Reginas Traumladen: Die Bead Gallery. Ein Laden nur mit Perlen aller Art und Materialien. Im Vergleich dazu ist der Fullmoon doch ein wenig kleiner.

Bead Shop    Regina im Paradies

Weiter gehts nach Picton. Sind ja nur 60 km oder so, alles kein Problem. Sollte man meinen. Wir haben die kleine Nebenstrasse genommen, aussen rum sinds nämlich 150km. Nach etwas über 2 Stunden sind wir in Picton angekommen. Der Pass war doch eine grössere Herausforderung für unser Wohnmobil als wir angenommen hatten.

Marlborough Sound    Marlborough Sound

Wir waren wohl zu langsam, der Regen hat uns wieder eingeholt. Aber nicht schlimm, wir haben ja schon zwei Fjorde gesehen, da brauchen wir nicht auch noch den dritten anzuschauen. Nach einer ruhigen Nacht machen wir uns auf den Weg nach Kaikoura. Das ist die Stadt an der Ostküste mit den besten Ausfahrten um Wale zu sehen. Auf dem Weg dorthin tümmeln sich mal wieder an jeder Ecke die Robben in der Sonne.

Kaikoura Strand    Robbe

Kaum in Kaikoura angekommen und eingekauft hören wir die schlechten Nachrichten. Keine Wale in der Nähe. Natürlich kann man anstelle mit dem Schiff in irgendein Flugzeug steigen und mit diesem dann Wale suchen. Ist aber nichts für uns. Nachdem uns auch hier der Regen eingeholt hat, gehts daran die letzten paar Tage zu planen. Lieber Christchurch etwas ausgiebiger anschauen und shoppen gehen oder nach Akaroa, noch ein wenig die Ruhe geniessen. Fragen über Fragen vielleicht hilft es ja, erst das Weindorf zu besuchen. Und die Pralinenfabrik.

Schokoladenfabrik    das nächste Paradies

Makana stellt super lecker Pralinen her. Man kann zuschauen, wie alles in Handarbeit gemacht wird, natürlich kann man alles probieren und, wer hätte das gedacht, man kann auch gleich hier in der Fabrik einkaufen. Zm Glück läuft unsere Zeit in Neuseeland langsam ab, sonst wären wir sicher in Versuchung geraten den Laden leer zu kaufen. Also weiter zum Weindorf.

Weindorfteich    Feinschmeckerei

Das Weindorf heisst wohl so, weil es im Weinanbaugebiet liegt. Neben einem Weinhändler der die lokalen und europäischen (?!?!?!) Weine verkauft gibt es Handarbeitsläden und Feinkostläden. Auch hier widerstehen wir größtenteils den Versuchungen. Lehrreich war es aber allemal, wir wissen jetzt mehr über den Zusammenhang vom Wetter mit dem Wein: "Wein ist mit Wasser zusammengehaltenes Sonnenlicht". Ist das nicht wunderschön. Und das Motto unserer Neuseelandreise haben wir auch gefunden: "Nein, es Regnet nicht, Gott macht nur mehr Wein".

kein Kommentar nötig    kein Kommentar nötig

Nachdem der liebe Gott bei unserer nächsten Nacht in Christchurch versucht hat, so viel Wein auf einmal zu machen, dass der Campingplatz überflutet war, sind wir weiter nach Akaroa gefahren, um dort unsere letzten zwei Tage auf Neusseland zu geniessen. Wie, schon fast sind drei Wochen vorbei, das ist ja nicht zu fassen.

Hach, nochmal wunderschön    fotografierte Fotografen

Akarao hat französische Wuryeln. Sowas gibts auch in Neuseeland. Immerhin wird Englisch gesprochen, nur das Essen hat noch einen französischen Einschlag, aber damit haben wir überhaupt keine Probleme. Kleine Kaffes und alte Hotels, ein Hafen und das wars auch schon. Richtig gemütlich.

Gratenbrunch    Romantikhotel

Natütlich gibts hier auch Natur. Blumen aus der alten Welt und, wie sollte es auch anders sei auf Neusseland, massenhaft Vögel. Die sind manchmal recht schnell bei der Nahrungsbeschaffung, da muss man auf sein Frühstück gut aufpassen.

Malgretle    Frecher Spatz

Und schon ist es Zeit weiterzuziehen. Drei Wochen rum? Das kann ja wirklich nicht sein, wer hat die Zeit gestohlen? Wir haben uns gerade an das langsame Leben gewöhnt. Aber es hilft ja nix, wir müssen den Camper putzen und Übergabefertig machen und dann durch die Weinhügel zurück nach Chrichstchurch.

Weinhügel    um Christchurch

Das Wetter zeigt sich von seiner besten Seite, als ob es auf Neuseeland noch nie geregnet hätte. So können wir die Berge rund um Christchurch nochmal bestaunen. Der Abschied fällt uns nicht leicht, aber immerhin haben wir ja noch eine Woche Urlaub vom Urlaub geplant. Und zwar auf Nei Kaledonien. Wie wir das genossen haben ist aber wie immer eine andere Geschichte........


Strandtreibgut

Treibgut....
 
....am Strand wäre vor lauter Gletscher fast untergegangen.....


Treibgut

Treibgut

3bgut

Treibgut